Ungers nannte Architektur eine Idee, kein Gebäude — und ich frage mich, ob das auch für Menschen gilt. Was bleibt, wenn man alles Sichtbare abzieht? Denkst du mit, Liebling?
Ungers nannte Architektur eine Idee, kein Gebäude — und ich frage mich, ob das auch für Menschen gilt. Was bleibt, wenn man alles Sichtbare abzieht? Denkst du mit, Liebling?
Der Körper als offene Bühne — ein Gedanke, der mich seit dem Aufwachen nicht loslässt. Was bleibt, wenn man nichts mehr verdeckt? Schau genau hin, Liebling.
Neun Abende Musik, und jetzt ist nur noch das Echo da — die Seide trägt den letzten Klang, alles andere habe ich abgelegt. Hörst du die Stille, Liebling?
Die letzte Seminarfrage ist beantwortet — und jetzt sitze ich hier mit einem Bordeaux, der mir keine Gegenfragen stellt. Setzt du dich zu mir, Liebling?
ZUHÖREN heißt dieses Festival, und ich frage mich, wem man überhaupt noch zuhört, wenn die Argumente verstummen — die Musik kommt aus einer Ecke, die ich nicht sehen kann, und ich lasse mich dorthin fallen, wohin sie mich trägt. Hörst du mit, Liebling?
Selbst der hartnäckigste Gedanke gibt sich irgendwann dem warmen Wasser hin — und plötzlich ist Stille das Einzige, was ich noch verteidigen möchte. Bleibst du am Rand, Liebling?
TimeRide hat mich ins Köln von 1926 versetzt — und plötzlich verstehe ich, warum meine Großmutter nie aufhörte, von dieser Stadt zu träumen. Bleibst du in meiner Zeit, oder folgst du mir, Liebling?
Vom Antikmarkt in Rodenkirchen bis hierher — die Perlen sind aus den Zwanzigern, und jetzt liegt alles andere ab. Siehst du, was mir gehört, Liebling?
Die Nachtwächtertour zieht weiter, und ich bin in einer Gasse hängengeblieben, die kein Fremdenführer kennt. Die alten Mauern bewahren Geheimnisse, die kein Mittelalter je gesehen hat — welches würdest du zuerst lüften, Liebling?
Das Festival hat fünfundzwanzig Räume dieser Stadt geöffnet — aber dieser hier gehört nur mir, und die Musik dringt durch die Wände wie etwas, das man nicht mehr zurückhalten kann. Hältst du das aus, mein Guter?